Ständig erkältet? Diese Werte kannst du zuhause prüfen
Kaum ist ein Infekt vorbei, kommt der nächste? Erfahre, wann häufige Erkältungen noch normal sind und welche Werte du zuhause prüfen kannst, bevor du in die Arztpraxis gehst.
Ständig erkältet? Diese Werte kannst du zuhause prüfen
Wenn du ständig erkältet bist, steckt meist kein schwerwiegendes Problem dahinter, sondern eine Kombination aus vielen Kontakten, wenig Schlaf und Stress. Manchmal spielen aber auch niedrige Nährstoffwerte oder die Schilddrüse eine Rolle. Vitamin D, Ferritin und TSH kannst du mit Selbsttests zuhause prüfen und die Ergebnisse dann ärztlich einordnen lassen.
Wie viele Infekte sind normal?
Erwachsene haben im Schnitt etwa zwei bis vier Erkältungen pro Jahr, im Herbst und Winter gehäuft. Wer viel mit Menschen zu tun hat, etwa in Kita, Schule, Pflege oder im Einzelhandel, liegt oft darüber. Auch Eltern kleiner Kinder erleben regelmäßig Infektwellen.
Aufhorchen solltest du, wenn deine Infekte deutlich häufiger auftreten, ungewöhnlich lange dauern, immer wieder in Nebenhöhlen oder Bronchien absteigen oder du dich zwischen den Infekten nie richtig erholt fühlst. Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Vitamin D: der Klassiker der dunklen Jahreszeit
Vitamin D bildet dein Körper vor allem über die Haut mithilfe von Sonnenlicht. In Deutschland reicht die Sonneneinstrahlung etwa von Oktober bis März dafür nicht aus. Dein Spiegel kann in dieser Zeit sinken, besonders wenn du viel drinnen bist oder die Sommerspeicher schon knapp waren.
Ob ein niedriger Vitamin-D-Spiegel direkt zu mehr Erkältungen führt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist, dass Vitamin D für Knochen, Muskeln und die Funktion des Immunsystems eine Rolle spielt. Ein Wert unter 30 ng/mL gilt als unzureichend und gehört in ärztliche Hände.
Eisen: wenn die Speicher leer sind
Eisen brauchst du für den Sauerstofftransport im Blut. Niedrige Eisenspeicher machen sich oft zuerst durch Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Blässe oder brüchige Nägel bemerkbar. Der Wert Ferritin zeigt, wie gut deine Speicher gefüllt sind, und kann sinken, bevor andere Blutwerte auffallen.
Ein erhöhtes Risiko haben zum Beispiel Menschen mit starker Periode, Schwangere, Personen mit stark pflanzenbetonter Ernährung und Ausdauersportlerinnen und Ausdauersportler.
Schilddrüse: der unterschätzte Faktor
Eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt sich oft langsam. Typisch sind Müdigkeit, Frieren, trockene Haut, Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme oder gedrückte Stimmung. Viele dieser Beschwerden werden lange dem Stress oder der Jahreszeit zugeschrieben. Der TSH-Wert gibt einen ersten Hinweis darauf, ob deine Schilddrüse aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Was du sonst noch prüfen kannst
Bevor du an seltene Ursachen denkst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf den Alltag. Diese Faktoren belasten die Abwehr besonders häufig:
- dauerhaft zu wenig oder schlechter Schlaf
- anhaltender Stress ohne echte Erholungsphasen
- Rauchen, weil es die Schleimhäute der Atemwege reizt
- sehr einseitige Ernährung oder starke Kalorienreduktion
- trockene Heizungsluft und zu wenig Lüften
Oft bringt schon eine Anpassung an ein oder zwei Stellen spürbar mehr Stabilität über den Winter.
So testest du die drei Werte zuhause
Für alle drei Tests brauchst du nur einen Blutstropfen aus der Fingerkuppe. Du kannst sie am selben Tag durchführen.
Der Vitamin-D-Selbsttest zeigt dir nach 10 Minuten über eine Farbkarte, ob dein Wert im Bereich Mangel, unzureichend oder ausreichend liegt. Der Eisen-Ferritin-Selbsttest zeigt dir nach 5 Minuten, ob dein Ferritinwert über oder unter 30 ng/mL liegt. Der TSH-Selbsttest gibt dir einen ersten Hinweis auf eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion.
Alle drei Tests liefern eine Orientierung, keine Diagnose. Nimm auffällige Ergebnisse mit in deine Hausarztpraxis, dort kann gezielt weiter untersucht werden.
Wann du auf jeden Fall in die Arztpraxis solltest
Lass häufige Infekte ärztlich abklären, wenn sie mit Fieberschüben ohne klare Ursache, ungewolltem Gewichtsverlust, Nachtschweiß, geschwollenen Lymphknoten oder anhaltender Erschöpfung einhergehen. Das gilt auch, wenn deine Selbsttests unauffällig sind und du dich trotzdem dauerhaft nicht fit fühlst.
FAQ: Häufige Erkältungen
Ab wann bin ich zu oft erkältet?
Zwei bis vier Erkältungen pro Jahr gelten bei Erwachsenen als normal, in Berufen mit viel Kontakt auch mehr. Auffällig wird es, wenn Infekte sehr häufig auftreten, ungewöhnlich lange dauern, regelmäßig kompliziert verlaufen oder du dich dazwischen nie erholt fühlst. Dann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Kann ein Vitamin-D-Mangel Erkältungen begünstigen?
Der Zusammenhang wird untersucht, ist aber wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Fest steht, dass Vitamin D für das Immunsystem, Knochen und Muskeln wichtig ist und der Spiegel im Winter sinken kann. Ein Test zeigt dir, wo du stehst. Über eine Ergänzung entscheidest du am besten gemeinsam mit deiner Arztpraxis.
Welche Werte sollte ich zuerst testen?
Wenn Müdigkeit im Vordergrund steht, sind Vitamin D und Ferritin ein guter Einstieg. Kommen Frieren, trockene Haut oder Gewichtsveränderungen dazu, lohnt zusätzlich der TSH-Wert. Du kannst die Tests am selben Tag machen und die Ergebnisse anschließend gemeinsam ärztlich besprechen lassen.
Hilft Zink gegen häufige Erkältungen?
Zink ist wichtig für die Immunfunktion und steckt in Haferflocken, Käse, Nüssen und Hülsenfrüchten. Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf meist gut ab. Ob eine zusätzliche Einnahme sinnvoll ist, hängt von deiner Situation ab und sollte ärztlich oder in der Apotheke besprochen werden.
Schwächt Stress wirklich das Immunsystem?
Kurzfristiger Stress ist unproblematisch. Anhaltender Stress ohne Erholungsphasen kann die Abwehr jedoch belasten und geht oft mit schlechtem Schlaf einher. Beides zusammen macht anfälliger für Infekte. Regelmäßige Pausen, Bewegung und feste Schlafenszeiten wirken hier oft mehr als jedes Präparat.
Verschaff dir Klarheit über deine Werte
Du möchtest wissen, ob Vitamin D, Eisen oder die Schilddrüse eine Rolle spielen? Mit dem Vitamin-D-Selbsttest, dem Eisen-Ferritin-Selbsttest und dem TSH-Selbsttest checkst du alle drei Werte bequem zuhause.
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder auffälligen Testergebnissen wende dich bitte an deinen Arzt oder deine Ärztin. Selbsttests sind eine erste Orientierung, keine abschließende Diagnose.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung vorbereitet und vor Veröffentlichung von unserem Redaktionsteam inhaltlich geprüft und freigegeben.
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